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Neujahrsempfang der Bauinnung 2020


Bürgermeister Lindenau gibt Ausblick über künftige Investitionen und Konzepte / Handwerkskammerpräsident Stamer stellt künftige Schwerpunkte des neuen Jahrzehnts vor

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Zum diesjährigen Neujahrsempfang der Lübecker Bauinnung begrüßte Obermeister Carsten Groth zahlreiche Gäste im Ausbildungspark Blankensee, darunter Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau und Festredner Ralf Stamer, Präsident der Handwerkskammer Lübeck.

Bürgermeister Jan Lindenau überbrachte Grußworte der Hansestadt und ging auf wesentliche Themen des Jahres 2020 ein. So wird die Hansestadt Lübeck in diesem Jahr Investitionen vornehmen, und zwar für Schulen 32 Millionen Euro, für die Verkehrsinfrastruktur in Straßen und Brücken 20 Millionen Euro und für den Ausbau des Hafens 20 Millionen Euro. In den 20 Millionen Euro für Straßen und Brücken sind 4,5 Millionen Euro für den Ausbau der Radwege enthalten.

Der Bürgermeister nannte drei Konzepte, welche in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden und weitreichende Entscheidungen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte haben werden: Das touristische Entwicklungskonzept, der Hafenentwicklungsplan und die digitalen Strategien. "Wir werden den Glasfaserausbau und den Breitbandanschluss in Lübeck und damit die digitale Infrastruktur zusammen mit den kommunalen Stadtwerken voranbringen", sagte der Bürgermeister.

Jan Lindenau hob hervor, dass in diesem Jahr die Weichen für die Hafenentwicklung und Gewerbegebietsentwicklung - in einem ersten Abschnitt mit ca. 30 Hektar und in einem zweiten Abschnitt mit nochmals 45 Hektar an der Kronsforder Landstraße - gestellt werden.

Für den Wohnungsbau gilt es, bis 2022 planungsrechtlich das Baurecht für mindestens 4.900 Wohneinheiten zu erhalten. "Ich bleibe nach wie vor optimistisch, dass wir das auch erreichen werden", so Lindenau.

Im Baustellenmanagement wurden bei der Stadtverwaltung ab 2020 alle Vorgänge digitalisiert. An die Betriebe gerichtet, appellierte der Verwaltungschef, sofern eine Baustelleneinrichtung benötigt wird, sich dafür anzumelden und registrieren zu lassen, um den Prozessablauf allein dadurch schon zu optimieren. Der Bürgermeister informierte über die im Aufbau befindliche Einrichtung eines Verkehrsflussmanagements für die gemeinsame Planung von Baustellen und erklärte, dazu die digitalen Möglichkeiten nutzen zu wollen.

Handwerkskammerpräsident Ralf Stamer sagte in seiner Festrede, für die Handwerksbetriebe deute alles darauf hin, auch 2020 mit einer soliden Konjunktur rechnen zu können. Nach Meinung des Kammerpräsidenten werden die Themenbereiche Digitalisierung und Fachkräfte das neue Jahrzehnt prägen. "Diese Themenbereiche sind nicht getrennt zu betrachten, sondern sind das Segment eines Gesamtpaketes und das heißt Betriebsführung im Handwerksbetrieb. Digitalisierung, Nachwuchs, Fachkräftemangel und Fachkräftegewinnung stehen in einem Zusammenhang und innerbetriebliche handwerkliche Arbeitsprozesse müssen angepasst werden. Die Digitalisierung beeinflusst den Arbeitsalltag schon heute enorm und wird in Zukunft noch viel stärker viele Prozesse im Betrieb verändern", so Ralf Stamer.

Den Blick nach vorne gerichtet sagte Ralf Stamer, werde es die klassische Ausschreibung nicht mehr geben. "In Zukunft werden Gebäude und Straßen in 3-D-Modellen geplant und errichtet. Die Leistungen werden nicht mehr einzeln erfasst, sondern nur nach Modellen." Der in 2019 in Lübeck gegründete Verein "BIM Cluster Lübeck" habe es sich zur Aufgabe gemacht, diese Technik voranbringen zu wollen, da dies die Zukunft des Bauhandwerks sei.

Der Festredner betonte, dass die Handwerksbetriebe in Zukunft sich auch für den Nachwuchs präsentieren. Wichtig sei eine Präsentation im Internet mit einer guten Homepage und auf Messen mit einer guten Außendarstellung.

Obermeister Carsten Groth hob in seiner anschließenden Ansprache besonders die positive Entwicklung des Ausbildungsparks Blankensee seit den Anfängen im Jahre 1995 hervor. "Es sind 391 Internatsplätze entstanden für Lehrlinge und Ausbilder aus ganz Deutschland. Dazu gehören die Dachdecker und Hörakustiker und auch das Bugenhagen Berufsbildungswerk. An diesem Standort wurden in allen Bereichen der ansässigen Firmen und Einrichtungen über 400 feste Arbeitsplätze geschaffen. Tagtäglich arbeiten und leben mehr als 1250 Menschen im Ausbildungspark Blankensee", freute sich Carsten Groth.


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